Deutsche Leitkultur

Deutsche Leitkultur

Vor Jahren erfand ein CDU-Politiker den Begriff "deutsche Leitkultur" und erzeugte damit eine Reihe unterschiedlicher Reaktionen, zumal der Begriff einer deutschen Leitkultur ja versucht, auf eine unentschlossene und wenig überzeugende Art die eigene Kultur als die wichtige zwischen den hereingeströmten Kulturen zu betonen. Eine wirkliche Diskussion wurde schnell unterbunden.

Ich möchte hier im Anschluß daran einmal ein paar wesentliche Punkte zusammenfassen, die sich daraus ergeben, um die Sache etwas zu beleben, da sie keineswegs überholt ist, im Gegenteil.

1. Zum Zustand der deutschen Kultur könnte man vieles sagen, was sich bereits in den 73 Jahren nach dem Krieg verändert hat.

Hier nur Beispiele:

  • Unsere Sprache ist anglisiert (Denglisch) und akademisiert (Fremdwörter) und genderisiert (unverständlich gemacht).
  • Die täglich in den Unterhaltungsmedien abgespulte Musik ist englischsprachig.
  • Die Literatur, welche in den Schulen behandelt wird, ebenfalls.
  • Deutsche Klassiker fallenin den Schulen weitgehend unter den Tisch (wenige Ausnahmen wie Nathan der Weise oder Faust)
  • Die Schreibschrift verkommt in den Schulen zur Druckschrift und/oder Beliebigschrift.
  • Die kultivierte mündliche Sprache verkümmert, weil nicht mehr gesprochen wird. (soziale Sprachlosigkeit).
  • Die Umgangsformen verkommen mehr und mehr (bitte-danke, Aufstehen bei Älteren, Ausredenlassen,...).
  • vereinbarte Verträge und Absprachen werden nicht mehr eingehalten (Scheidungen, Rechtsbrüche,...)
  • Das deutsche Familienbild verkommt zur (tw. multiethnischen) Flickenfamilie.
  • Abtreibung, d.h. Kindesmord (eine kulturelle Perversion ersten Ranges!) statt Förderung von Kinderwunsch und Zukunftsgestaltung
  • Dafür wird eine "Kultur" der Sexlust aufgebaut (> Frühsexualsierung und Zerstörung der sexuellen Ethik, Abschaffung des Begriffes "Liebe" im eigentlichen Sinne. "Liebe machen" gilt als Liebe)
  • Tanz wird in Diskotheken zu Lärmorgien mit abartigen, nervenzerrenden Inhalten pervertiert.
  • Alkoholmißbrauch unter Jugendlichen verbreitet sich immer mehr.
  • Unbescheidener "das muß ich jetzt haben"-Lebenssttil auf Pump wird antrainiert.
  • Unkultivierte und respektlose Art, mit Eltern und Lehreren zu sprechen, gilt als normal.
  • Die bekannten deutschen Tugenden werden mehr und mehr vernachlässigt.

Hier könnte man noch beliebig forfahren und Beispiele aufzeigen, daß originär deutsche Kultur das Gegenteil dieser Kultur ist und auch bleibt.
Ähnliches gilt natürlich für die Kulturen des kompletten Westeuropa, besonders für England und Frankreich, weniger für Spanien und Italien, die sich als widerstandsfähiger erweisen. Im Osten und Südosten sieht es noch etwas anders aus. Auch der Süden der BRD (Bayern) setzt mehr auf Tradition (Volksmusik, Volkstanz), was aber häufig auch wegen der Touristen gemacht wird.

2. Eine plurale Kultur als solche kann es nicht geben.

Mit "Multikultur" ist lediglich gemeint, daß - theoretisch auch friedlich - viele Kulturen parallel existieren könnten. Das tun sie ja auch, besonders die der Eingewanderten zeigen das deutlich. Aber das ergibt noch lange kein solidarisches, da identitätsstiftendes Ganzes. Und friedlich ist es schon garnicht. Christentum (auch ein ausgehöhltes) und Islam sind wie Feuer und Wasser. Eine solche Mischkultur ist eben nichts anderes als der Versuch, Kulturen zu einer Mixtur zu vermengen. Damit gehen aber die Elemente der Kulturen mehr und mehr verloren, die sich auf Dauer nicht durchsetzen können, weil andere Elemente "bequemer" erscheinen oder der Anpassungsdruck einer dominanten Kultur dies verlangt. Einen solchen Anpassungsdruck übt ja der Islam inzwischen aus (was er früher nicht tat - warum, wäre zu klären) und die Restchristen sehen sich veranlaßt, zunächst das Islamische als gleichberechtigt, schließlich dann aber als dominant anzuerkennen.(Unterwerfung).

Wegen der Schwäche, seine eigene Kultur zu verteidigen bzw. neu zu beleben - und das zeigt sich ja beim sogenannten Christentum bereits - wird der autoritär vorgehende Islam die Oberhand gewinnen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche (sic). Die Linken aller Kulör freuen sich, weil Ihnen das Stimmen verspricht, die ihnen bei den alten, traditionell weiß Denkenden verlorengehen.

3. Um Leitkultur zu erhalten, braucht es Akzeptanz und Identifizierung

Die können nur in der breiten Masse hergestellt werden. Da die massenleitenden Medien aber diese deutsche Leitkultur nicht fördern, sondern das Gegenteil, wird es keine solche geben, außer man geht ebenfalls autoritär vor und schafft vollendete Tatsachen, was die bekannten Konflikte und Diffamierungen auslöst. Allein die Tatsache, daß heute eingewanderte Besitzer eines deutschen Ausweises als Deutsche bezeichnet werden, ist m.E. schon ein Unding. Patriotisch eingestellte Ausländer werden sich natürlich niemals als Deutsche fühlen, auch wenn sie diesen Paß haben. In den USA ist das alles etwas anderes, da dort die indianische Urbevölkerung vorher soweit dezimiert und dann zahlenmäßig durch den starken Nachwuchs der Eingewanderten dominiert wurde, daß eine ethnisch-kulturelle Identität auf indianischer Basis von vornherein wegfiel. Man definierte sich von Anfang an als US-amerikanisch, und das waren eben alles Eingewanderte. Trump versucht jetzt, der hispanisch-afrikanisch-islamischen Ausdünnung der weißen Gesellschaft entgegenzuwirken, was ja auch Ziel der sogenannten Altright-Bewegung (Richard Spencer) ist, die für die weiße amerikanische (also eigentlich europäische) Identität kämpft.

Fazit

Es wird angesichts der tiefen Verseuchung des Denkens durch die Kulturmarxisten der Alt-68er und der Frankfurter Schule nicht leicht sein, wenn die AfD (und hier sind sich ja noch nicht mal alle einig...) eine deutsche Leitkultur wieder aufbauen will. Da müssen wir uns warm anziehen, denn wir müssen denen an die Substanz, die dieses Staatswesen in die Irre geführt haben (von CDU bis Linke). Der international arbeitende Kulturmarxismus versucht, alle nationalen Identitäten zugunsten einer globalen, aus dem gleichartigen Konsum und gleichartig zu machenden Bedürfnissen gespeisten Retortenkultur zu zerstören. Dem werden nur die wirklich starken Kulturen widerstehen können. Bei der nachkriegsdeutschen Kultur (die ja bereits nicht mehr deutsch ist), sehe ich da gar keine Chance, da schon im Zusammenhang mit der Gründung der BRDeutschland die Weichen für eine Internationalität der Kultur gestellt wurden. Mit dem Paneuropa-Projekt wurde das bereits vor dem Krieg begonnen, zunächst auf europäischer Seite vorbereitet und wird nun Richtung Afrika und Asien ausgeweitet, nachdem mit einem entsprechenden kommunistisch geprägten Moralismus und Egalismus (klassenlose Gesellschaft) des "alle-sind-gleich-und-alles-ist-egal" dafür die Grundlage gelegt wurde. Das ist explizit das, was Merkel betreibt. Damit zerfallen die stabilisierenden Elemente der bürgerlichen Leistungsgesellschaft endgültig, was wir ja gerade beobachten können.

 Ulrich F. Gerhardt

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