In der Gesellschaft hat ein Wertewandel stattgefunden

In der Gesellschaft hat ein Wertewandel stattgefunden

Die Branchen, welche Wertschöpfung erwirtschaften und damit den Wohlstand schaffen, erhalten nur noch verminderte Wertschätzung zugunsten der Bereiche, die von der Arbeit Anderer und basisfern leben. Damit verbunden ist ein produktionsfernes gesellschaftliches Klima und die Geringschätzung von produktiver Arbeit, was sich letztlich über die Verteilungskette auch in den Preisen, Bezahlung der Mitarbeiter und dem unzureichenden Antrieb ausdrückt, eine produktive Tätigkeit zu auszuüben und zu erlernen. Das gesellschaftliche Klima ist nicht mehr leistungs- sondern verteilungsorientiert. Das Verteilungsprinzip ist in hohem Maße sachlich unbegründet und das Ergebnis eines Kräfteverhältnisses. Die Wertschätzung des Unternehmers als Motor der Wirtschaft ist offensichtlich weitgehend verlorengegangen. Der Teil des erwirtschafteten Ergebnisses, das den Firmen und den Mitarbeitern nach Abzug aller Kosten und Steuern verbleibt, ist zu gering, da die Nebenkosten und die Steuerlast zu hoch sind. Die Verteilung durch den Staat und profitierende Körperschaften ist unzureichend transparent und in hohem Maße für wertschöpfend Tätige nicht nachvollziehbar. Ein Vergleich sind z.B. die Kosten für einen sog. unbegleiteten Flüchtling und das Geld, das unseren schaffenden Eltern für deren Kinder verbleibt. Durch Verringerung der Summe von Nebenkosten und Steuern können auch die Löhne real erhöht werden. Der Einfluss der Lobbygruppen, die ihre Interessen nicht mehr durch Angebote und Vertriebstätigkeit, sondern per Gesetz durchsetzen und sich im Verein mit politischen Parteien den Staat und die Bevölkerung zur Beute machen, hat sich nicht mehr hinnehmbar entwickelt. Wir müssen es lernen, als Unternehmer unsere Interessen selbst vertreten! Wenn nicht wir, wer dann? Gewählte Politiker werden auch von uns bezahlt und nicht zu knapp. Sie sind jedoch, von Einzelfällen abgesehen, nicht für uns tätig.

Vertrauen ist nicht begründet

Insbes. im Handel ist eine Wettbewerbsverzerrung entstanden, die für kleinere Händler existenzbedrohend geworden ist. Großkonzerne, die insbes. Internethandel betreiben, dürfen unseren steuerzahlenden Händlern nicht mehr steuerrechtlich und damit preiswirksam bevorteilt werden. Es eilt!
Die Digitalisierung wird für eine Neuordnung des Marktes zugunsten der Großkonzerne gegen den Mittelstand genutzt. Wir müssen uns unbedingt in diesen Vorgang aktiv einbringen und mit klarem Kopf eigene Gedanken und Lösungen entwickeln.

J. Albert

Manche Leute halten den Unternehmer für einen räudigen Wolf, den man totschlagen müsse. Andere sehen in ihm eine Kuh, die man ununterbrochen melken könne. Nur wenige erkennen in ihm das Pferd, das den Karren zieht.

W. Churchill

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